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Dreimonatskoliken - SchreikinderElterninformation der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikum Links der Weser, Bremen Ursachen:Jeder kleine Säugling schreit. Wenn Babys schreien, ohne hungrig, überhitzt oder krank zu sein, wird dies als Dreimonatskolik bezeichnet. Bei etwa 10% der jungen Säuglinge kommt so etwas vor. Obwohl niemand die Ursachen genau kennt, scheinen sensible Kinder hierfür empfänglicher zu sein. Die "Koliken" werden nicht durch Fehler im Umgang mit dem Baby hervorgerufen; machen Sie sich also keine Vorwürfe. Natürlich belastet anhaltendes Schreien die Beziehung zwischen Kindern und Eltern, so dass in vielen Fällen eine psychologische Betreuung der Eltern hilfreich ist. Die Schreiattacken haben meist nichts mit Gasbildung im Darm oder Bauchschmerzen zu tun, auch wenn die Beobachtung des Verhaltens der Kinder daran denken lässt. Die Härte des Bauches erklärt sich dadurch, dass die Kinder zum Schreien ihre Bauchmuskulatur anspannen müssen. Das Anziehen der Beine gehört ebenfalls zu den normalen Bewegungen der Kinder beim Schreien. Bei wenigen Kindern werden Koliken durch Milcheiweißallergien bedingt. Die einzige Änderung der Ernährung, die in Studien bei einem kleinen Prozentsatz der Patienten einen Effekt hatte, war eine kuhmilchfreie Kost. Bei gestillten Kindern gelingt dies durch eine Diät der Mutter, sonst durch spezielle Nahrungen (Hydrolysatmilch) ohne intaktes Protein. Lassen Sie sich in diesem Punkt ärztlich beraten und beginnen Sie eine Diät nicht eigenständig. Umstritten ist die Bedeutung des KISS-Syndroms (Kopfgelenk- induzierte Symmetriestörung). Vermutet werden Schmerzen aus dem Bereich der Halswirbelsäule durch Verschiebungen unter der Geburt. Einige Ärzte wenden manualtherapeutische Verfahren an. Auch wenn dies bei einigen Kindern verblüffende Erfolge gezeigt hat, steht der wissenschaftliche Beweis dieser Theorie aus und allgemeine Empfehlungen werden nicht gegeben. Zu erwartender VerlaufDas Schreien bessert sich typischerweise ab dem 2. Monat und verschwindet mit dem 4. Monat fast ganz. Auch wenn durch Behandlung das Schreien nie komplett verhindert werden kann, vermindert sich die Zeitdauer des Schreiens durch die unten angeführten Maßnahmen dramatisch. Kinder mit Dreimonatskoliken sind später meist sensibel und sehr aufmerksam für ihre Umgebung.
Empfohlene Maßnahmen1. Schmusen Sie mit Ihrem Kind oder schaukeln es, sobald es schreit.
2. Versuchen Sie, Ihr Kind an einen normalen Tag-Nacht-Rhythmus zu
gewöhnen. 3. Folgende Fütterungsstrategien sind oft hilfreich: 4. Ruhen Sie sich aus und kümmern Sie sich um sich selbst. 5. Als letzte Möglichkeit: Falls das Schreien dann für mehr als 15 Minuten anhält sollte man erneut versuchen, den Säugling zu beruhigen. 6. Vermeiden Sie folgende häufige Fehler:
Nehmen Sie sofort Kontakt zu Kinderarzt/Kinderärztin oder Kinderklinik auf, falls
Stellen Sie Ihr Kind zu normalen Sprechzeiten beim Kinderarzt / bei der Kinderärztin vor, wenn
Bei schwerwiegenden Schreiproblemen bieten wir eine weitergehende Betreuung durch unser interdisziplinäres Team aus ÄrztInnen, Ernährungsspezialisten, PsychologInnen, Kinderkrankenschwestern, Ernährungs- und Stillberaterinnen in unserer Tagesklinik an. Ansprechpartner: Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Klinikum Links der Weser Senator Weßling Str. 1 28277 Bremen Fon 0421 8790 Fax 0421 8791590
Kontakt/Fragen/Anregungen zur Informationsseite Dreimonatskoliken @-mail:kinderklinik@Klinikum-bremen-ldw.de Die obige Information verwenden wir
für Patienteneltern, die sich in unserer Behandlung befinden. Die schriftlichen
Informationen ersetzen nicht die ärztliche Untersuchung oder das ausführliche Gespräch.
Für Eltern, deren Kinder nicht in regelmäßiger Betreuung sind, empfehlen wir: |
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